HR Today | 12/2011 | Text: Franziska Meier
Aus der Fusion der Stadt- und Kantonspolizei Luzern ging 2010 die Luzerner Polizei hervor. Sie nimmt die Aufgaben der Sicherheits-, der Kriminal- und der Bereitschafts- und Verkehrs-polizei wahr. Das Polizeikorps zählt 824 Mitarbeitende in 761 Vollzeitstellen sowie 36 Anwärter/-innen und 7 Lernende/Praktikanten. Es existiert ein Polizeimuseum mit Indizien von 38 Fällen, einer Waffensammlung, Themeninseln und einem inszenierten Tatort.
www.polizei.lu.ch
Markus Meier: So ein tolles Team wie mein jetziges habe ich noch nie führen können. Die Leute kommen gern, sie arbeiten mit Freude. Wir haben einen fast familiären Umgang ohne Berührungsängste. Bei uns darf auch einmal Schwäche gezeigt werden, trotz der Hardlinermentalität in unserer Branche. Und wir unterstützen uns gegenseitig – unser Teammotto ist: Einer für alle, alle für einen!
Den braucht es. Unsere Devise lautet: «Sogar bei der Polizei darf man lachen.» In unserem Aufenthaltsraum wird bei Kaffee und Kuchen viel gelacht und gewitzelt, was auch die Frontmitarbeitenden bei einem Besuch bei uns schätzen, denn der Alltag mit ihren «Kunden» ist meist weniger humorvoll.
Ja, wir feiern, mit Apéros, Geschenken oder Prämien, zum Beispiel einem Geldbetrag zum Lehrabschluss. Wertschätzung drücken wir mit einem Dankeschön, einem Kärtli oder spontanem Feedback aus. Erfolge machen wir unserem Korps per Info-Bulletin bekannt, etwa kürzlich, als einer unserer Hundeführer mit seinem Betäubungsmittelspürhund Schweizermeister wurde.
Die wichtigste Herausforderung ist, genug geeigneten Nachwuchs zu finden. Ein weiterer Punkt sind die langen Karrieren: Leuten, die schon jahrzehntelang im gleichen Job sind – was bei der Polizei öfter der Fall ist –, wollen wir intern nochmals eine neue Herausforderung ermöglichen. Auch möchte ich das Interesse von Frauen an Polizei-Kaderpositionen wecken. Und vermehrt Teilzeitarbeit fördern.
Kopf, Herz und Hand gehören dazu. Ein guter HR-Mensch ist dienstleistungsorientiert, freundlich, vertrauenswürdig, geradlinig und kompetent. Er redet nicht über die Leute, sondern mit ihnen, hat ein positives Menschenbild und eine soziale Grundhaltung, denkt vernetzt und hat einen ganzheitlichen Blick.