Freitag, 03.02.2012
Genua (sda/afp). Die italienische Reederei Costa Crociere hat die Bergung ihres havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ausgeschrieben. Zehn Unternehmen aus aller Welt sollten einen "Arbeitsplan" vorlegen, wie das Wrack "vollständig entfernt" werden könne.
Wie das in Genua ansässige Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen die Arbeiten in der kürzestmöglichen Zeit über die Bühne gehen, zugleich aber höchsten Sicherheitsanforderungen genügen und die Umwelt so wenig wie möglich belasten.
Eine Entscheidung über die Vergabe des Auftrags solle Ende März fallen, angesichts der "Komplexität des Vorhabens" könne es aber zu Verzögerungen kommen, erklärte die Reederei, ein Tochterunternehmen des US-Konzerns Carnival.
Laut italienischen Behördenvertretern kann das Schiff möglicherweise aufgerichtet und weggeschleppt werden. Ansonsten müsste es vor Ort zerlegt werden.
Der Leiter des italienischen Krisenstabs, Franco Gabrielli, rechnet damit, dass nach Vergabe des Auftrags sieben bis zehn Monate nötig sein werden, um das Wrack zu bergen.