HR Today | 12/2007 | Text: Marianne Rupp
Eine gute Therapie sollte die Autonomie der suchtmittelabhängigen Menschen fördern, sie in ihrer Motivation zum Entzug unterstützen und ihnen bei der Reintegration in die Arbeitswelt helfen. Wie das geht und welche Probleme dabei auftreten können, erläutert Thomas Meyer, Direktor und Chefarzt der Fachklinik Forel in Ellikon.
HRtoday: Forel ist eine Fachklinik für alkohol-, medikamenten- und tabakabhängige Menschen. Nehmen Sie keine Kokainsüchtigen auf?
Dr.med. Thomas Meyer: Ursprünglich entspricht das der historischen Unterteilung in legale und illegale Substanzen. Allerdings gibt es heute immer weniger reine Alkoholiker oder reine Medikamentenabhängige. Der Mischkonsum hat enorm zugenommen. Daher haben wir durchaus auch Kokainkonsumenten hier – und wenn wir keine Cannabiskonsumenten aufnehmen würden, wäre die Klinik schlecht belegt. Aber wir behandeln die Hauptsubstanz, und das ist meist der Alkohol. Früher gab es übrigens auch im Menschentyp einen Unterschied: Der Alkoholiker war oft der angepasste, biedere Bürger, die Drögeler galten als Rebellen, sie waren die Drop-outs unserer Gesellschaft. Heute verwischen sich diese Grenzen, der kokainschnupfende Banker ist gut integriert.
Behandeln Sie viele Banker oder Manager in der Klinik?
Insgesamt haben wir hier ein Abbild der Schweizer Bevölkerung, jedoch mit einer leichten Übervertretung von Leuten mit Hochschulabschluss.
Wieso lassen sich bei Ihnen vermehrt besser gebildete Süchtige therapieren?
Das hat mit unserem Klinikkonzept zu tun. Unsere therapeutische Zielrichtung ist die Autonomie. Alles, was die Autonomie fördert, ist meiner Meinung nach eine gute Suchttherapie. Das hat weit reichende Konsequenzen für unsere Klienten: Wir geben ihnen ihre Medikamente in Wochenrationen ab, sie müssen sie selber verwalten. Wir haben keinen Pflegedienst, die Leute müssen alles selber machen. Nach 17 Uhr ist im Haus nur noch eine Person mit Präsenzdienst anwesend, das kann der Gärtner, die Sekretärin oder ein Therapeut sein. Wir bieten kein Betreuungsprogramm an und am Abend keine Animation. Die Patienten müssen selbständig für sich denken und handeln können. Das ist ein anspruchsvolles Konzept. Hierin liegt auch der Grund, wieso der Altersdurchschnitt unserer Klienten zwischen 30 und 65 liegt. Jüngere Menschen sind mit unserem Konzept oft überfordert. Die Alterslimite nach oben wird hingegen von unserem Therapieprogramm bestimmt. Es ist sehr vielfältig, beinhaltet Sport und setzt einen regen Verstand voraus, der den Themenwechseln folgen kann. Ältere Menschen bekommen in diesen Bereichen manchmal Schwierigkeiten. Die Alterslimiten sind jedoch nicht strikt: Wir hatten auch schon einen 73-jährigen oder einen 22-jährigen Patienten.
Bei so viel Freiheit für die Patienten – wie steht es mit der Kontrolle, ob sie heimlich trinken?
Die Routinekontrollen haben wir abgeschafft. Wenn wir einen Verdacht haben, sprechen wir den Betreffenden an. Wir vertrauen auf die Interaktion. Aus Qualitätsgründen machen wir jedoch dreimal pro Jahr eine flächendeckende Atemluft- und Urinkontrolle. Diese führen wir nachts durch, wenn die Patienten annehmen, dass die Katze sozusagen aus dem Haus ist. In den letzten zehn Jahren haben wir pro Kontrolle maximal drei Leute positiv auf Alkohol getestet. Bei 76 Patienten ist das ein gutes Resultat.
Erkennen Süchtige ihre Sucht oder denken sie, jederzeit aufhören zu können?
Der Prozess ist schleichend. Zuerst realisiert es normalerweise die Umgebung und macht hie und da eine Bemerkung. Das löst in der Regel Schuld- oder Schamgefühle beim Betroffenen aus, er reagiert jedoch abwehrend. Irgendwann weiss er zwar, dass er süchtig ist, kann es jedoch noch nicht eingestehen. Bis zum Coming-out dauert es oft nochmals längere Zeit. Einen ähnlichen Prozess machen die Angehörigen und der Arbeitgeber durch. Auch der Arbeitgeber hat nicht über Nacht die Eingebung, dass sein Mitarbeitender Alkoholiker ist, sondern es geht eine lange Phase von Ahnung und Beobachtungen voraus. Häufig ist es dem Arbeitgeber peinlich, den Betroffenen darauf anzusprechen, und es vergeht eine gewisse Zeit, bis er das Thema aufgreifen kann.
Welche Anzeichen lassen beim Arbeitgeber die Ahnung aufkommen?
Veränderungen im Verhalten, in der Arbeitsleistung und -qualität. Wenn beispielsweise ein Pedant plötzlich chaotisch wird, ist ein Mitarbeitergespräch fällig. Die Veränderungen sind entscheidend. Ganz wichtig ist, dass es keine Rollenkonfusion gibt. Wenn der Arbeitgeber glaubt, eine Abhängigkeit festzustellen, soll er nicht zum Minitherapeuten werden und den Mitarbeitenden auf den Weg zur Tugend zurückführen wollen. In einem Arbeitsverhältnis ist der Vertrag ganz klar: Lohn gegen bestimmte Leistung. Stimmt diese Achse nicht mehr, soll der Arbeitgeber den Mitarbeitenden an entsprechende Therapiestellen verweisen. Dasselbe sage ich meinen Therapeuten: Sie sollen dem Arbeitgeber nicht dreinreden, was er zu tun hat.
Kommen die Leute freiwillig in die Klinik?
Formal kommen alle freiwillig, aber die Auslöser sind immer eruierbar. Die meisten sind hier, weil der Arbeitgeber Druck machte, die Frau mit der Scheidung drohte oder der Hausarzt eine Leberzirrhose feststellte, die bei weiterem Trinken den Tod zur Folge haben wird. Interessant ist – und das beweist eine unserer Studien –, dass die Genesungsverläufe derer, die freiwillig kommen, sich nicht wesentlich von denjenigen unterscheiden, die auf Druck hier sind. Die häufige Aussage, Psychotherapie müsse ganz freiwillig sein, lässt sich nicht erhärten. Nicht die Freiwilligkeit ist entscheidend für einen Entzug, sondern ob es gelingt, den Motivationsprozess zu fördern. Denn mangelnde Motivation ist der Ausdruck von Ambivalenz. Dazu gibt es einen schönen Satz – leider nicht von mir: «Es gibt keine unmotivierten Alkoholpatienten, nur ambivalente.» Das finde ich eine wunderbare Aussage. Sie widerspiegelt das unheimliche innere Dilemma der Menschen, die spüren, dass sie krank sind und Hilfe brauchen, aber irgendwie doch nicht oder noch nicht bereit sind. Ambivalenzbearbeitung ist oft der Hauptteil der Therapie: Was könnte eine Verhaltensveränderung beim Betroffenen auslösen, was hält ihn im bisherigen Muster gefangen, welche Ängste hat er vor Veränderungen? Ein weiteres Augenmerk richten wir auf den psycho-edukativen Teil. Vielen Patienten fehlen die nötigen Informationen über die Zusammenhänge und Auswirkungen des Alkoholismus. Wir informieren sie so, dass sie zu Alkoholspezialisten werden – nicht im Trinken, sondern im Wissen darüber.
Gibt es ausserdem ein Therapiekonzept, das Sie für sehr wirkungsvoll halten?
Abhängigkeit hat ganz verschiedene Ursachen, und man sollte deshalb möglichst viele Ebenen in die Therapie mit einbeziehen. Unser Angebot ist daher sehr breit gefächert und geht von Informationsveranstaltungen über Psycho- und Sporttherapie bis zur Arbeitstherapie. Wichtig ist auch die Gestaltungstherapie. Sie spricht die Kreativität des Menschen an – ein grundsätzlich gesundheitsförderndes Potenzial, das oft verschüttet liegt. Positiv dabei ist ausserdem, dass diese Therapieform gerade in kopflastigen Menschen den nötigen Kick auslösen kann. Denn viele unserer Patienten sind intelligente, bestens ausgebildete Leute, die sich verbal geschliffen ausdrücken können. Mit ihnen ist Psychotherapie schwierig, weil sie zur Debatte auf intellektuell hohem Niveau wird, ohne dass sich für die Patienten etwas ändert, denn reden konnten sie schon vorher gut. Wenn solche kopflastigen Menschen in einen nonverbalen Bereich geschickt werden, bewegen sie sich auf unbekanntem Terrain und müssen sich neu zurecht- finden. Eine weitere positive Nebenwirkung dieser Therapieform: Viele Patienten finden ein neues Hobby, wie Seidenmalen oder Schnitzen. Die kreative Freizeitbeschäftigung kann später zu einem wichtigen Anker werden, wenn nach dem Klinikaustritt die freie Zeit anders ausgefüllt werden sollte als mit Trinken.
Sind Alkoholabhängige willensschwache Menschen?
Ich wehre mich stark gegen dieses Lasterkonzept. Ich vertrete das Krankheitskonzept. Beim Alkoholismus ist es wie bei der Zuckerkrankheit: Niemand kann etwas dafür, dass er Diabetiker wird. Aber wem diese Diagnose gestellt wird, der sollte sich entsprechend verhalten. Das heisst, ein Diabetiker, der sich das Insulin unregelmässig spritzt und weiterhin zügellos Crèmeschnitten isst, trägt die Verantwortung an den Folgen. Beim Alkoholismus ist es analog: Ob jemand Alkoholiker wird, ist schwer vorhersagbar. Ist die Diagnose sicher, muss er gewisse Dinge beachten: etwa in welchem Kontext sich die Sucht entwickelt hat, wie er Einfluss nehmen kann, ob er die Stelle wechseln muss, die Beziehung verändern, eine neue Wohnform finden. Beim Alkoholismus kann auch eine genetische Komponente für die Disposition eine Rolle spielen: Die Anfälligkeit, alkoholkrank zu werden, ist grösser, wenn bereits ein Alkoholiker in der Familie ist. Wohlgemerkt: Die Anfälligkeit ist grösser. Das heisst nicht: Wenn mein Vater getrunken hat, werde ich auch zum Trinker. Jeder Mensch hat eine gewisse Eigenverantwortlichkeit, ob er trinken will oder nicht. Allerdings ist je nach Arbeitssituation ein anderer Druck vorhanden. Ein Aussendienstmitarbeitender, der mit Kunden trinken sollte, ist einem ungleich grösseren Druck ausgesetzt als beispielsweise ich: Mir wurde in den letzten zehn Jahren hier in der Klinik nie ein Glas Wein angeboten.
Wer von Ihnen entlassen wird, kann danach abstinent leben?
Wir haben hier nicht die leicht Kranken, sondern Leute, die schon längere Geschichten hinter sich haben. Daher ist Abstinenz sinnvoll. Grundsätzlich gilt: Nach einer aktiven Suchtphase ist Abstinenz gut, damit sich Körper und Hirn erholen können. Je länger eine abstinente Phase dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein eventueller späterer Konsum kontrolliert ist. Je rascher jemand wieder zu trinken beginnt, desto eher fällt er in sein früheres Muster zurück. Wir geben austretenden Patienten den Rat, bis auf Weiteres abstinent zu bleiben.
Bedeutet das, die Rückfallgefahr ist gross?
Ich werde häufig gefragt, was unsere Erfolgsquote ist. Aber was ist Erfolg? Wenn möglichst viele abstinent werden oder wenn es ihnen im psychischen, sozialen und gesundheitlichen Bereich besser geht? Ich vertrete die ganzheitliche Position, und unser Hauptziel ist es, dass es möglichst vielen Austretenden nachhaltig gut geht. Wir haben eine Nachuntersuchung gemacht, um zu sehen, wie die Leute zwei Jahre nach Austritt leben: Vielen ging es gut, aber sie tranken wieder. Bei näherer Untersuchung stellten wir fest, dass sich das jeweilige Trinkmuster verändert hat und die Trinkmenge drastisch gesunken ist. Man darf sich aber nichts vormachen: Vom kontrollierten Trinken wieder in den Missbrauch abzurutschen, ist sehr wohl möglich und oft ein langsamer Vorgang. Prägnant formuliert möchte ich sagen: Für uns in der Forel Klinik ist das übergeordnete Ziel, dass es den Menschen bio-psycho-sozial besser geht. Um das zu erreichen, ist Abstinenz nicht das Ziel, sondern die Methode – und zwar eine ausgezeichnete.
Ein Entzug braucht seine Zeit. Können sich Führungskräfte für drei oder noch mehr Monate in einer Klinik behandeln lassen?
Kadermitarbeitende oder Selbständige können selten für längere Zeit abwesend sein. Wir haben daher ein Therapieangebot kreiert, das nur drei Wochen dauert. Natürlich bringt das nicht in allen Fällen die gewünschte Lösung. Aber gerade Topleuten, die über gute persönliche Ressourcen verfügen, können durch eine stationäre Stabilisierung den entscheidenden Kick bekommen, um danach ambulant Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Kehren Ihre Patienten wieder an denselben Arbeitsplatz zurück oder suchen sie einen neuen Job?
Einige kehren zurück, andere haben festgestellt, dass ihnen das bisherige Umfeld nicht gut tun würde und sie nur realistische Chancen auf Abstinenz haben, wenn sie neu anfangen. Leider haben jedoch viele – bei uns sind es über ein Drittel – den Arbeitsplatz bereits verloren, wenn sie in eine Klinik eintreten.
Ist für Sie die Behandlung nach der Entlassung abgeschlossen oder begleiten Sie die Patienten weiter?
Die Reintegration in den Arbeitsprozess ist ein entscheidender Aspekt, dem wir noch vermehrt Rechnung tragen müssen. Das versuchen wir auf zwei Wegen. Für Leute, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, haben wir die so genannte Realitätswoche eingeführt: Bevor sie definitiv austreten, schicken wir sie für eine Woche Probearbeiten. Dann kommen sie nochmals für eine oder zwei Wochen zurück, und wir besprechen ihre Erfahrungen. Diese Realitätswoche ist für den Patienten genauso wichtig wie für die Betriebe. Häufig melden sich Arbeitgeber, die Fragen haben oder Hilfe brauchen im Umgang mit der neuen Situation. Um denjenigen zu helfen, die arbeitslos sind, haben wir uns an verschiedenen Arbeitsintegrationsprojekten beteiligt. Wir kooperieren mit der Stiftung für Arbeit in St.Gallen sowie mit den Sozialdepartementen von Zürich und Winterthur, um die Leute möglichst nahtlos in die Arbeitswelt zu entlassen. Es wäre zynisch, eine raffinierte Therapie anzubieten und gleichzeitig in Kauf zu nehmen, dass die Leute nach dem Klinikaufenthalt arbeitslos sind. Denn man weiss, dass zwischen Arbeitslosigkeit und Alkoholismus eine ganz enge Korrelation besteht: Arbeitslosigkeit verursacht Alkoholismus, und Alkoholismus macht arbeitslos.
Arbeiten Sie auch mit den Arbeitgebern zusammen?
Wir sind an die Schweigepflicht gebunden und können nur mit dem Einverständnis der Patienten mit Drittpersonen Kontakt haben. In der Regel sind die Patienten einverstanden, dass der Arbeitgeber beigezogen wird. Fünfmal im Jahr veranstalten wir zudem einen Arbeitgebertag. Das ist ein Informationstag, an dem die Arbeitgeber auch die Möglichkeit haben, mit den Therapeuten zu sprechen. Wir instruieren sie zudem, was sie beachten müssen, wenn ein Patient in den Betrieb zurückkehrt, beispielsweise wie sie das Team vorbereiten sollten. Wir empfehlen ihnen auch, eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag abzuschliessen. Darin sollte beispielsweise geregelt sein, ob der Patient zu einer begleitenden Therapie verpflichtet ist oder was passiert, wenn er rückfällig wird. Unrealistisch sind Zusatzverpflichtungen, in denen es heisst: Beim ersten Rückfall erfolgt die Entlassung. Wer eine solche Klausel einsetzt, hätte dem Betreffenden besser schon vor der Behandlung gekündigt. Mit Rückfällen muss man rechnen, und die Zusatzvereinbarung sollte so formuliert sein, dass sie den Anliegen von Arbeitnehmer wie Arbeitgeber Rechnung trägt.
Wer ist in der Regel die Kontaktperson im Betrieb?
In kleineren Unternehmen ist es der Chef, in grösseren oft der direkte Vorgesetzte oder jemand aus der Personalabteilung. Ich staune immer wieder, wie kooperativ und verständnisvoll Betriebe agieren, wenn es um Alkoholismusbehandlung geht. Wir machen sehr gute Erfahrungen mit den Unternehmen, wenn auch nicht mit allen. Mit interessierten Arbeitgebern und kooperationswilligen Patienten besteht eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Therapie.
Zum Schluss noch eine Frage: Hängt es vom Typ Mensch ab, ob jemand zum Alkoholiker wird oder zur Tablettensucht neigt?
Ja und nein. Es gibt sehr explosive Leute, die bei Alkoholkonsum die Erfahrung machen, dass der Druck kleiner wird. Das kann durchaus den Einstieg in die Sucht bedeuten. Würden solche Leute Kokain nehmen, würden sie ganz explodieren. Auch Menschen, für die das Thema Angst im Leben eine grosse Rolle spielt, neigen eher zum Alkoholkonsum. Aber ich glaube, solche Bezüge sind differenziert zu betrachten. Ich halte es vielmehr für Modeströmungen: Anfang der Achtzigerjahre dachte man, die Jugend geht an LSD kaputt, etwas später war man überzeugt, dass die Gesellschaft wegen des Heroins bedroht sei. Heute spricht niemand mehr von LSD, und im Kanton Zürich gibt es kaum mehr Neueinsteiger ins Heroin. Diese Drogen sind out. Heute ist Kokain in. Der boomende Konsum von Kokain lässt sich jedoch kaum allein mit dem Potenzial der Substanz begründen. Ich halte es eher für ein Zeitphänomen.
Weitere Informationen zur Behandlung in der Fachklinik
sowie Publikationen von Studien: www.forel-klinik.ch